Klimawandel ? ...oder wie mache ich meinen Garten hitzefest(er)?

Im Jahr 2026 hat es seit Juni kaum geregnet. Am 28.06.2026 gab es für ca. 30 Minuten 9 L / m² und tat gut, reichte aber nur für 2 Tage nicht gießen müssen. Da ich keine Wiese im Garten habe, bleibt mir der Anblick von verdorrtem Grad erspart.

Aber auch Pflanzen im Schatten, die nie Probleme hatten oder wo ich nie zugießen musste (Hostas / Funkien, Rhododendren, Azaleen), zeigen jetzt deutlich Probleme an. Farne kämpfen bei mir teilweise ums Überleben.

Es gibt jetzt die Möglichkeit mit trocken- und hitzeresistenteren Pflanzen dem Garten zumindest teilweise einen anderen Charakter zu geben oder mit anderen Sorten (z.B. Rasen / Wiese) das Gesamtbild nur wenig zu ändern, aber sich trotzdem der zunehmenden Sommerwärme anzupassen.

Eine andere Möglichkeit wäre, mehr Schattenplätze zu schaffen durch höhere Pflanzen, Abschattung durch Sonnensegel oder Pergola. Vielleicht könnte man eine kleinere Pflanze in den zeitweisen Schatten einer höheren Pflanze setzen und so die Situation entschärfen.

 

Wiese / Rasen:

Hier habe ich angelesen, dass es Trockenrasen gibt. Das sind besonders hitzetolerante Grassorten, die sehr widerstandsfähig sind und auch auf nährstoffärmeren Böden wachsen. In der Anwachsphase (Frühjahr April/Mai oder Spätsommer August/September muss er gut gewässert werden (8-12 Wochen). Anschließend kann man auf ein Minimum reduzieren.

Den Trockenrasen etwas höher stehen lassen als normalen Rasen — mindestens 5–6 cm. Längere Halme beschatten den Boden, reduzieren Verdunstung und schützen die Wurzeln vor Überhitzung.

Die Gras- / Rasensorte zu ändern wäre also eine dauerhafte Möglichkeit der Hitze in zukünftigen Sommern entgegenzuwirken. 


Tiefwurzler:

Kamelien im Schatten zeigen sich bislang als gut hitzeresistent. 

An Bäumen sind bei mir bisher gut durchgekommen:             Ahorn, Lagerstroemia (Kreppmyrthe), PawPaw, Erdbeerbaum Arbutus unedo


Exotischere Bepflanzung:

Blühpflanzen:

Agapanthus (verschiedenste Sorten und Farben, bis -11 Grad, weiß funktioniert nicht ausgepflanzt), benötigt kaum Wasser, blüht wunderschön, Bienen- / Hummelmagnet und ist ein Hingucker.

Manche Canna / Indisches Blumenrohr kommt wieder (Sorte "Champion" bei mir)

Pfingstrosen sind auch ohne viel Bewässerung bisher schadlos durchgekommen. Scheinen auch tiefer zu wurzeln. Fuchsien haben sehr lange durchgehalten, lassen aber jetzt doch ein wenig die Köpfe hängen. Callas (schmales Blatt) kommen ausgepflanzt gut zurecht, auch Montbretien. Bletilla Orchideen kommen auch gut klar. Fette Henne in grün oder rot.

Schlechter abgeschnitten dieses Jahr bei der Hitze haben bei mir Taglilien, Krötenlilien, Epipactis Orchideen, Gladiolen, Fackellilien.


Dann wäre da noch eine exotischere Bepflanzung.

Ein kleines Wüstenbeet erleichtert die tägliche Gießroutine. Hier könnte man mit ein paar Steinen Yuccas, Agaven und Kakteen eine optische, pflegeleichte Abwechslung schaffen.

 Aber auch verschiedene Palmen können einen Winter ohne Schutz überstehen:   Trachycarpus fortunei oder T. nanus (-12 Grad ohne Schäden), Chamaerops cerifera (-12/-13 Grad ohne Schutz), Sabal minor -12 Grad (wenn es eine Echte ist), Sabal x brazoriensis, Sabal louisiana (Bitte unter den Bereich Sabal schauen), Nadelpalme Rapidophyllum hystrix (-12 Grad+)

Feigen (-15 Grad), PawPaw (-18 Grad) und Erdbeerbaum (-16 Grad) sorgen für Obst und Schatten. Die Lagerstroemia (-12 Grad) und der Granatapfelbusch (-15 Grad) sorgen für Schatten und Blütenfarbe im Garten.

Feigen gehen teilweise auch gut, aber hier kann ich die Sorten nicht unterscheiden, so dass von -8 Grad und nicht winterhart bis -14 Grad alles dabei ist. Erwischt man eine harte Sorte, hat man hier auch einen wärmetoleranten Kandidaten im Garten.