Brahea Arten 

Durch ihre teils silbrigen Wedel, ein nicht allzuschnelles Wachstum und kompakte Form, gefallen mir Braheas sehr gut. Sie brauchen einen möglichst vollsonnigen Platz und sind auch je nach Art mit ca. -8 Grad einigermaßen (grund)frostbeständig.

 

Brahea decumbens Altpflanze


Wenn man überhaupt Samen von Brahea decumbens bekommt, dann dauerte die Keimung ca. 2 Jahre bei mir. Immer wieder keimten Vereinzelte nach. Von ca. 20 Samen habe ich im Laufe der Jahre ca. 4-5 Pflanzen gezogen. Teilweise entwickelte sich aber kein Kriechstamm, so dass für mich nicht ganz sicher ist, ob es dann ein B. decumbens Samen war in der Lieferung oder eine andere Brahea.  Mittlerweile kann ich sicher sagen, dass aus einem (Decumbens)Samen eine B. supersilver wird.

Die Decumbens scheinen tief zu wurzeln und benötigen unbedingt einen vollsonnigen Platz. Alles andere macht keinen Sinn. Das Silberweiß soll die Decumbens ab ca. 10 Jahren bekommen. Die gekaufte Altpflanze muss daher bereits dieses Alter haben.Sie hat Austriebe aus dem Kriechstamm, die noch grün sind und baute nach Auspflanzung zunächst ab. Im Jahr 2015 bekam sie fast 2 Blätter die auch immer silberweißer wurden. Die ältere Decumbens wird mittels Styrodurschutzbau (innen und außen 2 cm Styrodur auf Holzrahmenelementen) und Lichterschlauch / Heizkabel bei ca. 0 Grad überwintert.

Tadelose Überwinterung 2015/2016 und als Dank schiebt die Brahea decumbens eine Blüte!!! Die Blüte entwickelte sich gut und entfaltete sich geweihartig. Leider keine Blüten / Befruchtung, aber interessant zu beobachten. 

 

 

24.06.2016


 

Die Nachzuchten der Brahea decumbens sind weniger frost- und regenempfindlich. Die Nachzuchten haben auch schon -2 Grad ohne Schaden ausgehalten und zeigten im Gegensatz zur Altpflanze keine Beeinträchtigung bei tagelangem Dauerregen im Sommer.


Huntington Garden,B. decumbens


Die Altpflanze Brahea decumbens im Huntington Garden, Kalifornien muss erstmal gefunden werden, da sie abseits der Wege liegt. Aber wenn man sie dann findet, ist es schon DAS Highlight. Sehr imposant und dann kann man schon verstehen, warum diese Palme mein Favorit ist.    

2019 kriecht die B. decumbens weiter. Keine Winterschäden, neue Blätter, keine Blüte weiter bisher.

 

Brahea supersilver


Die Brahea supersilver startet grün in ihr Palmenleben und bekommt ab einem gewissen Alter Wedel, die immer silberner werden und produziert ab dann nur noch silberweiße Wedel. Die Petiolen haben keine Bedornung.

Von 10 Samen keimte nur diese eine Supersilver 2009. Ausgepflanzt 2015 etablierte sie sich sehr schnell und wuchs. Ich gehe 2016 von einem sehr starken Wachstum aus. Sie steht vollsonnig im Wüstenbereich des Gartens. Bisher zeigte sie sich sowohl nässe- als auch frostresistent.

Im Winter 2015 / 2016 bin ich zuviel Risiko eingegangen und sie bekam mehr als -4 Grad Frost ab. Es gab Frostschäden und der Speer ließ sich ziehen. Allerdings konnte ich in diesem Winter auch bei mehreren anderen Trachyarten ziehen (Princeps und nanus). Mittlerweile (Juni 2016) treibt die Supersilver innen wieder aus und erholt sich. Ich werde zukünftig vorsichtiger mit ihr sein.

Nach Speerverlust und starkem Abbau der Blätter, startete sie etwas verspätet, aber stark durch in 2016. Die Blätter kamen nachher wie im am Fließband, so dass sie doch letztlich deutlichen Zuwachs zu 2015 hat.

Schadlos aus dem Winter, schiebt sie 2017 sehr ordentlich Blätter und verdickt die Basis.

Winter 2017/2018 rutschte der UT raus, so dass die Brahea supersilver im Schutz zuviel Frost abbekam. Folge, wiedermal Speerverlust und Blattverlust bis auf 2 Blätter. Erholte sich wieder in 2018, aber extrem ärgerlich! Winter 2018 / 2019 scheinbar keine Schäden.

2019 wieder Speerverlust. Unerklärlich diesmal.  Die Supersilver wurde daher getopft und soll sich erholen und im Topf silbern werden. An ihrer Stelle wurde eine Brahea clara gepflanzt.

 

Brahea clara


Die Brahea clara entdeckte ich in einer Gruppe von Washingtonias für 10,- €.  Sie ist nicht weiß-silbern, hat aber einen schönen Glanz und keine oder nur angedeutete Bedornung an den Petiolen.

Sie ist am vollsonnigen Standort recht schnell angewachsen und schiebt und öffnet Speere. Bis Jahresende wird sich hier noch einiges an Blattvolumen tun.


Brahea moorei


Brahea moorei ist schwer zu finden. Sie soll am Naturhabitat eher im Schatten der Bäume wachsen. Sie hat silberweiße Blattunterseiten und einen Kriechstamm. Sie soll ein besseres Frost-Nässeverhältnis haben als B. decumbens und dadurch etwas mehr Frost aushalten können.  

Ich habe im Herbst 2015 drei junge B. moorei bezogen, die ich 2016 teilweise in die Auspflanzung gebracht habe.Eine Moorei bleibt im Topf als Backup und eine ist im Cycas revoluta Schutz, die andere im Butia Yatay Schutz.

Die B. moorei, vollsonnig im Butia-Bereich, hat sich deutlich besser entwickelt, als die etwas schattiger stehende Moorei im Cycas-Bereich. Die weichen, geteilten Blattspreiten sind bereits entwickelt, aber noch keine silbrigen Rückseiten.

Die B. moorei hat sich 2018 sehr gut entwickelt. Viele Blätter, größere Blätter, aber noch keine silberne Rückseiten.

2019 unverändert. Wachstum läuft. 3 Jungpflanzen erworben, die auf spätere Auspflanzung in der Moorei-Gruppe ewarten.