Zitruspflanzen  

Zitruspflanzen stehen für Sonne, mediteranes Klima und Lebensfreude. Jeden freut der Anblick eines Baumes voller leuchtender Orangen oder Zitronen. Die Blüten duften, die Blätter duften, wenn man sie etwas zwischen den Fingern reibt und Zuhause sind die Zitruspflanzen längst angekommen.

Die eigene nicht-gespritzte Kumquat, Zitrone oder Orange. Limette für den Caipirinha und alles Zuhause.

 

Die Vielfalt von Zitrus ist hinsichtlich der Früchte, Blüten, Nutzbarkeit enorm, dazu gibt es noch diverse panaschierte Formen.

Ich pflege derzeit (im Topf) Zitrone (Citrus limon), persische Limette (Citrus latifolia), Eustis Limequat (Citrus japonica x c. aurantifolia, Miniaturzitronen), Tavares Limequat (Oval-Kumquat x mexikanische Limettte), Vollblutorange Sanguinello, panaschierte Blutorange (unbekannte Art), C. meyerii (auf ichangensis veredelt und eine panaschierte Form).

Pflegeerfahrung habe ich gemacht mit: C. aurantifolia, C. aurantium, C. hystrix, Tarocco Blutorange 

Citrus meyerii habe ich 2016 im Butia yatay Schutz ausgepflanzt. Dort verschimmelte sie jedoch aufgrund einer zu hohen Luftfeuchte im Styrodurschutz. Ich vermute, dass eine zusätzlich Vlieshaube vor allem Schuld hatte (zuviel des Guten).


Zitruspflanzen


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Bei der Pflege von Zitrus gibt es verschiedene Sachen zu beachten.

Gießen:

Langjährige Zitruszüchter und -sammler, geben Kalk dazu, wenn sie Regenwasser nutzen. Somit kann Leitungswasser gerne genutzt werden, da hier schon Kalk enthalten ist.

Laut Zitruszüchter soll die Pflanze ordentlich gegossen werden. Das Wasser muss jedoch ablaufen können. Staunässe ist zu vermeiden.  

 

Beschneiden:

Auch wenn es am Anfang schwer fällt, es muss beschnitten werden. Man sollte sich das wie ein Frisur vorstellen und nicht wie ein Verstümmeln, letztlich modeliert man die Pflanze. Man sollte sich die Zweige anschauen und erkennen, in welche Richtung die Austriebe gehen und entsprechend (zeigt das Auge nach außen oder nach innen), kann man steuern und die Zweige abschneiden, die in die falsche Richtung (nach innen) wachsen.

Es ergibt sich schnell Routine und dann ist es schön zu "steuern".

 

Winterquartier: 

Das größte "Problem:      "Im Frühjahr bis Herbst steht die Zitruspflanze draußen und im Winter muss er "rein".

Als Faustregel kann man sagen, "je wärmer, desto heller"   

Hell und kühl (5-10 Grad) wären optimal. Der Zitrus geht dann in eine Ruhephase und erholt sich. Auch wenn die meisten Zitrusse (nicht die tropischen wie z.B. C. hystrix oder C. auratifolia) durchaus leichte Fröste bis -4 Grad aushalten, gilt dies nicht für Dauerfrost, nicht für die Wurzeln und auch nicht wenn Niederschlag hinzukommt. 

Wird der Zitrus ins warme Wohnzimmer geholt, hat er es warm und die Lichtverhältnisse sind stark reduziert, selbst wenn er am Fenster steht. Er wird sich anpassen, indem er (viele, die meisten) Blätter abwirft, die er mangels Lichteinfall nicht mehr braucht und versorgen kann (geringere Photosynthese). Dies ist sehr unschön, aber einfach ein Anpassungsprozess.

Besser wäre der kühle Hausflur, eine helle Garage, kalter Wintergarten, etc.

 

Schädlinge:

Durch die Wärme, trockene Luft und auch der geschwächte Zustand des Zitrusses im Innenraum, kommt es meist zu Spinnmilbenbefall und Schildläusen.

Im Freiland oder bei kalter Überwinterung passiert dies nicht (Schildläuse können vereinzelt vorkommen).

Schildläuse:

Oft erst entdeckt, wenn man schwarze klebrige Flecken auf den Blättern sieht. Dies ist ein Pilz, der sich auf die Ausscheidungen der Schildläuse setzt, die wiederrum verdauter Pflanzensaft ist. Oft sitzen die Schildläuse an der Blattunterseite und die Ausscheidung tropft dann auf die Blätter darunter. Daher immer auf die Blätter über den klebrigen Tropfen schauen. Man bekommt schnell einen Blick dafür.

Ich sammel sie mit einem Messer ab, was mit der Zeit sehr schnell geht und effektiv ist. Marienkäfer essen die Schildläuse auch, während Ameisen sie melken und wie Nutztiere behandeln.

Schildläuse schwächen eine Pflanze, sind aber nicht lebensbedrohlich.

Spinnmilben:

Spinnmilben sind kleine spinnenartige Tierchen, die ein dünnes Netz über den Blättern spinnen und sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie treten auf, wenn die Luftfeuchtigkeit zu gering ist.

Maßnahme hier, wäre das Abwischen der Blätter mit einem feuchten Tuch (auch die Rückseiten). Macht man dies täglich für etwa eine Woche, hat man den Kampf (erstmal) gewonnen.