bunte (panaschierte Agaven) 

Hier gibt es sehr schöne Agaven, zu beziehen aus USA und aus Thailand beipielsweise, wobei jedoch immer die Zolleinfuhrbestimmungen zu beachten sind. 

 

bunte tropische Agaven


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Ich will mich hier auf panaschierte Agaven in der Auspflanzung beschränken, was den Kreis der Agaven extrem einschränkt. Die Basis-Agavenart muss demnach ebenfalls sehr frosthart sein, wobei eine panaschierte Agave entsprechend weniger Frosthärte besitzen wird. Da ich auch Palmen u.a. Exoten pflege, teilweise mit Schutz, werde ich in den Schutz auch bunte Agaven intergieren, teilweise aber auch außerhalb, je nach Verfügbarkeit.

Die Auspflanzungen 2016 haben gezeigt, dass die Agaven im Freiland bei sonnigem Stand an Farbe, Form und Wachstum erheblich zulegen und positive Veränderung zeigen.


Als Kandidaten habe ich eine panaschierte Form folgender Agavenarten angedacht:

Agave neomexicana (sunspot), Agave parrasana (fireball), Agave parryi huachucensis (excelsior), A. truncata variegata, A. montana baccarat, A. bracteosa (monterey frost).

Außerdem habe ich zwei Manfredasorten im Jubaeaschutz probiert (maculosa und mocha mocho).

 

bunte Agaven f.d. Auspflanzung


 

Agave neomexicana "sunspot" ist die bisher vielversprechendste bunte Agave. A. neomexicana gilt als eine der frosthärtesten Agaven. Da sie im Topf nicht gut wuchs, habe ich 2015 auch die beiden Mutterpflanzen ausgepflanzt. Einmal ungeschützt an der Hauswand (Standort sonnig ab 12 Uhr). An der Hauswand kümmerte die Sunspot. Volle Sonne benötigt und Regenschutz.

Agave parry huachucensis *excelsior" ist eine bläuliche Agave mit unterschiedlicher Panaschierung im mittleren Blattbereich. Die A.p. huachucensis hat sich bei mir als recht frosthart, aber etwas nässeempfindlich im Winter herausgestellt. Mit einfachem Regenschutz im Winter aber kein Problem. Mit Regenschutz ausgepflanzt gedeiht die Excelsior prächtig. Frost bisher -10 Grad, keine Schäden. Tolle Blaufärbung!

Agave truncata variegata hat ein sehr schlechtes Frost-Nässeverhältnis und mag auch so wenig Nässe. Die truncata soll -10 Grad aushalten können. 2016 aufgrund sehr schlechtem Wachstums im Topf im Butiaschutz ausgepflanzt. Bisher sehr gutes Wachstum nach Auspflanzung. Blattabbau nach Winter 2016/2017, wegen zu hoher Luftfeuchte. Baut sich wieder gut auf mittlerweile. Schuld war eine zusätzliche Vlieshaube im Schutz.

Agave parrsana "fireball" hat eine schöne Panaschierung und wächst stabil. Sie zeigt einen Hang zur Verpilzung und ihr Frost-Nässeverhältnis ist schlecht. sie verträgt in der Basisform (A. parrasana) ca. -12 Grad und ist auch hier nur ein bedingter Auspflanzkandidat. Fireball bei -9 Grad ausgepflanzt mit Regenschutz kein Problem bisher. In der Vollsonne eine sehr schön eng geschlossene Blattrosette. Kindelt ringsherum. Sehr schöne Färbung.

Agave victoria reginae "white rhino" wird meist aufgrund des Sammlerpreises (kleiner Ableger teils 150,- €) eher wie ein rohes Ei behandelt. Aber da eine A.v.r auch Fröste aushält, wäre  - Ableger vorausgesetzt - ein geschützter Auspflanzversuch an vollsonniger Stelle möglich.  Eine A. v.r. ist seit 2016 ausgepflanzt im geschützten Bereich der B. yatay. White Rhino hat abgebaut im wintergarten (frostfrei) und hat sich nicht mehr erholt. Die A. v.r. im Butiaschutz ist verschimmelt.

Agave montana baccarat ist eine Variante der A. montana, die bis -10 Grad aushalten kann. Ich habe sie 2016 im Butiaschutz ausgepflanzt. Tadellos ohne Schäden und wächst in 2017. Die Kindel wirken himmelblau. Demnächst auch mal außerhalb des Butiaschutzes zum Ausprobieren mit Regenschutz.

Agave bracteosa "monterey frost" ist eine optisch völlig abweichende Agave, mit weißen Rändern. Da die Basisform Frost aushalten soll und meine Topfkultur einen kräftigen Ableger hatte, habe ich diesen im Butiaschutz ausgepflanzt, wo er bisher gut gediehen ist. Der kleine Ableger ohne Schäden und wächst in 2017. Sehr vielversprechend. Der Versuch im Butiaschutz ist gescheitert. Kann aber eine Überwinterungsfehler gewesen sein. Ich werde es nochmal probieren demnächst.

Manfreda maculosa ist keine Agave, aber sehr ähnlich in Optik und Ansprüchen. Sie zieht im Winter ein und kommt dann im Frühjahr wieder hervor. Es soll auch hier frostharte Exemplare geben. Ich habe im Jubaeaschutz eine M. maculosa und M. mocha mocho ausgepflanzt.  M. maculosa gedeiht ohne Schutz bei -9 Grad neben der Jubaea und kommt jedes Jahr wieder.

Mocha Mocho ist nicht wiedergekommen. 3 Blätter bisher (Juli 2017). Im Butiaschutz erscheint neben der Butia eine M. Spot. Tolle Überraschung. Kann mich an eine Auspflanzung dort gar nicht erinnern. Vielleicht mit alter Erde und Rizhomstück dort hinein geraten!

Manfreda virginica x maculosa von einem Exotenfreund bekommen. Frei ausgepflanzt ohne Schutz im Wüstenbereich. -9 Grad bei allen Witterungen kein Problem. Hat teilweise eine Tüpfelung. Im Winter 2018 / 2019 nicht mal eingezogen.