Sonstige Palmen
als sonstige Palmen pflege ich Chamaedorea radicalis (diverse) und microspadix), Chamaerops humilis und mehrere cerifera.
Chamaeadoreas sind gut für die Unterpflanzung einer Palme oder Baumes geeignet. Sie vertragen durchaus -8/10 Grad und selbst wenn sie zurückfrieren, regenerieren sie sich zufriedenstellend.
Ch. radicalis hat spitzer zulaufende Blätter und vermehrt sich durch Samenbildung (siehe Foto). Ch, microspadix vermehrt sich durch Seitentriebe (Sprößlinge). Sie wird auch Bambuspalme genannt, weil die höher werdenden Stiele wie mit Nodien vom Bambus versehen sind. Beide wollen keine vollsonnigen Plätze, bei mir bekommt sie ab ca. 14 Uhr Sonne. Sie nehmen also keiner anderen Palme einen Platz weg und ergänzen optisch sehr gut. Radicalis wächst bisher besser als microspadix.
Bei -9 Grad sind die Ch. radicalis an der Hauswand tadelos, während eine andere in ca. 1 m Hauswandentfernung Frostschäden hatte.
2016 nimmt die microspadix besser Fahrt auf, macht etwas Höhe. Man braucht mehr Geduld als bei radicalis. Ch. Microspadix mit Frostschäden (2017, -9 Grad) trotz Hauswand. Weitere Seitentriebe und mehr Höhe der alten Triebe.
Winter 2017/2018, -9,5 Grad. Ch. radicalis keine Schäden, Ch. microspadix mit Schäden.
Winter 2018 / 2019, Ch. microspadix auch bei -8.2 Grad ein paar Blattschäden, Radicalis nicht. Samenstände der Radicalis weiterhin in Ordnung, teils mit erster Ausfärbung, die die Reifung zeigt. Samen geerntet und jetzt heißt es warten ob etwas keimt.
2020 blühten die Ch. microspadix das erste Mal. Es gab allerdings keine Samenbildung. Die radicalis reiften die Samen aus, so dass ich mir weitere Radicalis dieses Jahr nachziehen konnte. Bei -10 Grad hatten sowohl Radicalis als auch Microspadix Schäden trotz Hauswandnähe.
2022 / 2023 geringe Blattschäden bei Ch. microspadix. Teilweise schwere Schäden bei der Radicalis bis zum Verlust von zwei Altstämmen. Andere trieben wieder aus mit geriffelten Blättern und erholen sich derzeit noch.
Ch. humilis wird für sehr kleines Geld mittlerweile in jedem Baumarkt angeboten. Aufgrund der teils vielen Seitentriebe, wächst die Mutterpflanze nur sehr langsam. Ein Qualitätskriterium sind für mich sehr harte/steife Blätter. Sie leidet bei Winternässe. Am besten also etwas regengeschützt pflanzen (Schlagschatten des Hauses bei mir)
Ch. vulcano habe ich eine gekaufte Pflanze, die bisher langsam aber stetig wächst. Sie ist seit 2014 ausgepflanzt und hat sehr schöne steife, dichte Blätter. Alle Vulcanos sind kaputt gegangen. Schön mit ihrem dichten, festen Blatt, aber leider bei mir ein Schutzkandidat der auch Platz braucht mit dem Schutz. Daher keine Vulcano mehr im Garten.
Ch. cerifera sind meine Favoriten. Beständig, aber nicht zu schnell wachsend, frostresistent und bei vollsonnigem Stand, eine geniale silberweiße Blattfarbe. Die dokumentierte Cerifera habe ich ersteigert für 45,- €. Sie war im Topf fast verhungert und hatte eine sichtbare Schädigung der Blätter hinter sich. Die neuen Blätter zeigten aber farblich großes Potenzial. in 10 Monaten hat sie sich wie auf den Bildern gemacht. Sie hat nur einen Seitentrieb.
Mit Messung vom 11.10.2022 misst die Cerifera am Stamm 90 cm Höhe und unten 22 cm und mittig 30 cm Stammbreite. Sehr ordentliches Wachstum. Mit der Reduzierung der Seitentriebe legen die Mutterpflanzen stark zu.
Die sonst schadlosen Ceriferas haben teilweise Speerverlust erlitten, trieben aber alle anstandslos wieder aus. Aber ein Zeichen, dass dieser Winter deutlich anstrengender war, als andere. Humilis und Vulcano sind alle bis auf einen abgestorben.